Die Region

Ausflugsziele in der Vulkaneifel

Die meisten Landschaften in Deutschland sind Millionen Jahre alt und sehen auch so aus: abgeschliffen, ruhig, ohne Kanten. Die Vulkaneifel nicht. Hier ist die Erde geologisch zuletzt aufgebrochen, und was übrig blieb, sind die Maare — kreisrunde Seen in Explosionstrichtern, die bis heute aussehen, als hätte jemand sie mit dem Zirkel gezogen. Wer zum ersten Mal an einem steht, hält meistens kurz an, weil das Bild nicht ganz stimmig wirkt: ein See, der zu rund ist, um natürlich zu sein — und es doch ist.

Diese Seite sammelt Ziele rund um Immerath, sortiert danach, wie lange die Fahrt dorthin dauert. Sie richtet sich an Gäste, die vor der Anreise wissen wollen, ob eine Woche hier genug Programm hergibt. Die Antwort vorweg: ja — und die meisten Gäste fahren am Ende weniger, als sie geplant hatten, weil das Laufen schon vor der Haustür anfängt und der Tag damit anders vergeht als gedacht.

Ohne Auto: was von Immerath aus geht

Das Immerather Maar liegt am Ortsrand und ist vom Haus aus in wenigen Gehminuten erreichbar — ein kleiner, stiller See, deutlich ruhiger als die bekannten Dauner Maare. An vielen Vormittagen im Jahr trifft man dort niemanden. Ein Weg führt am Ufer entlang, ohne dass man dafür ins Auto steigen muss.

Ab dem Ort führen außerdem mehrere markierte Wege in die umliegenden Felder und Wälder. Wer mehr Zeit hat, findet ausführliche Vorschläge dazu auf unserer eigenen Seite zum Wandern rund um die Maare.

Bis etwa 30 Minuten mit dem Auto

  • Die Dauner Maare — Gemündener, Weinfelder und Schalkenmehrener Maar liegen dicht beieinander oberhalb von Daun, mit dem Aussichtsturm auf dem Mäuseberg als bekanntestem Punkt der Runde. Fahrzeit ab Immerath: rund 15 Minuten.
  • Das Pulvermaar bei Gillenfeld ist das tiefste Maar der Region und im Sommer ein Badesee mit Liegewiese; ein Weg führt am Ufer entlang. Fahrzeit: rund 5 Minuten — das nächste Auto-Ziel überhaupt.
  • Das Vulkanhaus Strohn zeigt anschaulich, was hier unter dem Boden passiert ist, unter anderem an einer großen Lavabombe vor dem Haus. Klein, aber auch bei schlechtem Wetter ein lohnendes Ziel. Fahrzeit: rund 8 Minuten. Aktuelle Öffnungszeiten stehen auf der eigenen Seite des Hauses — die ändern sich mit der Saison, und ein Blick vorher spart eine unnötige Fahrt.
  • Manderscheid mit den beiden Burgen — Oberburg und Niederburg stehen sich über dem Liesertal gegenüber, dazu das Maarmuseum im Ort. Fahrzeit: rund 15 Minuten.
  • Der Wildpark Daun ist ein Wildgehege, durch das man mit dem eigenen Auto fährt — für Familien mit kleinen Kindern bei unklarem Wetter oft der sicherste Plan. Fahrzeit: rund 21 Minuten.
  • Der Nürburgring ist in rund 30 Fahrminuten erreichbar. Auch ohne eigenes Fahrzeug auf der Strecke lohnt sich der Blick von den Tribünen.

Bis etwa eine Stunde

  • Cochem an der Mosel mit der Reichsburg über dem Fluss ist der klassische Tagesausflug: hinunter ins Moseltal, durch die Altstadt, hinauf zur Burg. Fahrzeit ab Immerath: rund 25 Minuten für die reine Fahrstrecke von etwa 25 Kilometern.
  • Trier — die älteste Stadt Deutschlands, mit Porta Nigra, Amphitheater und Kaiserthermen. Ein voller Tag, kein halber. Fahrzeit: rund 45 Minuten.
  • Bernkastel-Kues an der Mosel, Fachwerk und Weinberge. Fahrzeit: rund 35 Minuten.
  • Die Gerolsteiner Dolomiten — Kalkfelsen mitten in der Eifel, mit Wanderwegen darüber und einem Aussichtspunkt, der aussieht wie aus einem anderen Gebirge. Fahrzeit: rund 30 Minuten.
  • Luxemburg-Stadt liegt mit etwa 100 Kilometern und gut einer Stunde Fahrzeit noch in Tagesreichweite, wenn man früh losfährt.

Wenn es regnet

In der Eifel regnet es — das ist keine Warnung, sondern der Grund, warum die Wiesen so grün sind. Für solche Tage eignen sich das Vulkanhaus Strohn, das Maarmuseum in Manderscheid, die Altstadt von Trier mit ihren überdachten Wegen und das Schulmuseum in Immerath direkt im Ort. Und wenn draußen gar nichts geht, ist ein Nachmittag im Haus mit Buch und Kaminzimmer auch kein schlechter Tag.

Mit Kindern

Kinder finden Maare schnell langweilig, wenn man ihnen nur erklärt, dass sie rund sind. Was hingegen zuverlässig funktioniert: der Wildpark Daun, weil man Tiere aus dem Auto sieht; das Pulvermaar im Sommer, weil man dort baden darf; die Lavabombe in Strohn, weil sie groß und schwer erklärbar ist; und die Burgen in Manderscheid, weil man auf sie hochklettern kann. Eine dreistündige Wanderung funktioniert mit Kindern selten — zwei Kilometer mit einem klaren Ziel am Ende dagegen fast immer.

Eine Woche, ein Vorschlag pro Tag

Montag: ankommen, das Immerather Maar zu Fuß erkunden. Dienstag: die Dauner Maare, große Runde. Mittwoch: Cochem und die Mosel. Donnerstag: eine kurze Runde am Vormittag, nachmittags das Vulkanhaus Strohn. Freitag: Manderscheid mit den Burgen. Samstag: Trier. Sonntag: der Tag, an dem man merkt, dass man nicht alles geschafft hat — und schon überlegt, wann man wiederkommt.

Wer die Woche vor allem zum Wandern nutzen will, findet in unserem Angebot „Genussvolle Eifler Wandertage" einen fertigen Rahmen dafür — mit Halbpension, Frühstück und Proviant für den Wandertag. Alle Übernachtungspakete stehen zusammen auf der Pakete-Übersicht.

Für wen sich das lohnt — und für wen nicht

Wer einen Standort sucht, von dem aus in 30 Fahrminuten drei völlig verschiedene Landschaften erreichbar sind — Vulkanmaare, Moseltal und Nürburgring —, ist hier richtig. Wer dagegen jeden Tag ein neues Erlebnisbad oder einen Freizeitpark braucht, wird in der Vulkaneifel enttäuscht: Das Angebot hier ist Natur, Geologie und kleine Museen, keine Erlebnisgastronomie im großen Stil. Wir sagen das lieber vorher, als dass jemand mit falschen Erwartungen anreist.

Fragen Sie uns

Wir wohnen hier. Wenn Sie uns sagen, was Sie vorhaben und wie das Wetter aussieht, sagen wir Ihnen, was sich lohnt und was Sie sich sparen können. Für Ihren Aufenthalt: unverbindlich anfragen oder anrufen unter +49 6573 306.