Wandern

Wandern rund um die Maare

Ein Maar ist kein Kratersee im üblichen Sinn

Ein Vulkan, wie man ihn sich vorstellt, baut einen Berg auf. Ein Maar tut das Gegenteil: Aufsteigendes Magma trifft auf Grundwasser, das Wasser verdampft schlagartig, und die Explosion sprengt einen Trichter in den Boden. Was bleibt, ist ein Loch, das sich mit Wasser füllt, und ein flacher Wall aus dem ausgeworfenen Material ringsherum. Deshalb sehen Maare aus wie mit dem Zirkel gezogen, und deshalb liegen sie meist tiefer als die Landschaft um sie herum, statt höher zu ragen wie ein Krater.

Wer hier wandert, läuft über ein Feld solcher Trichter. Manche sind noch Seen, viele sind längst zu Mooren und Wiesen geworden — man erkennt sie an der auffälligen Rundung im Gelände, auch wenn kein Wasser mehr darin steht.

Die kurze Runde: das Immerather Maar

Das nächste Maar liegt am Ortsrand von Immerath, in Sichtweite des Hauses — rund 1,4 Kilometer beziehungsweise etwa 6 Gehminuten vom Haus entfernt (eigene Routenberechnung, Stand 13.09.2026). Ein Weg führt am Wasser entlang. Zu genauer Rundweglänge und Wegbeschaffenheit (befestigt oder nicht, geeignet für Kinderwagen oder nicht) liegt uns keine amtliche Angabe vor, die wir mit Sicherheit belegen könnten — fragen Sie bei Ankunft an der Rezeption, dort bekommen Sie eine ehrliche, tagesaktuelle Einschätzung je nach Witterung.

Diese Runde ist die, die wir Gästen am häufigsten empfehlen, die spät angekommen sind und vor dem Abendessen noch einmal hinaus wollen.

Die große Runde: die Dauner Maare

Oberhalb von Daun liegen drei Maare nah beieinander: Gemündener, Weinfelder und Schalkenmehrener Maar. Ein Rundweg verbindet alle drei, mit dem Aussichtsturm auf dem Mäuseberg als bekanntestem Punkt — von dort oben sieht man die Trichter im Zusammenhang, und erst dann versteht man wirklich, was hier passiert ist. Die Fahrzeit ab Immerath zum Startpunkt beträgt rund 15 Minuten.

Es ist eine Tagestour, kein Nachmittagsspaziergang — die verlässlichen Angaben dazu schwanken je nach gewählter Variante zwischen den offiziellen Wanderportalen so stark, dass wir hier bewusst keine einzelne Kilometerzahl nennen. Nehmen Sie in jedem Fall etwas zu trinken mit; unterwegs gibt es nicht durchgehend Gelegenheit einzukehren.

Der Maare-Pfad

Der Maare-Pfad — so die Schreibweise des Eifelsteigs als offiziellem Betreiber, mit e in der Mitte — ist der Weitwanderweg, der mehrere Maare der Region verbindet. Er ist rund 34,7 Kilometer lang und in zwei Etappen aufgeteilt: Schalkenmehren bis Gillenfeld (15,1 Kilometer) und Gillenfeld bis Strotzbüsch (15,9 Kilometer). Nach der Streckenbeschreibung des Eifelsteigs führt er zwischen Gillenfeld und Strotzbüsch auch am Immerather Maar vorbei (Quelle: eifelsteig.de, Stand 13.09.2026) — das heißt: Wer hier wohnt, kann ein Stück dieser Etappe laufen, ohne vorher irgendwohin zu fahren.

Beide Etappen sind mit 5,5 beziehungsweise 7 Stunden als Tagestouren ausgelegt, keine Halbtagesspaziergänge. Wer weniger Zeit hat, geht ab dem Immerather Maar ein Stück auf dem markierten Weg in Richtung Pulvermaar und wieder zurück — so bekommt man einen Eindruck vom Pfad, ohne eine ganze Etappe einplanen zu müssen.

Mit Kindern

Kinder wandern gern, solange ein Ziel in Sicht ist. Was hier gut funktioniert: eine Runde um ein Maar, weil das Wasser die ganze Zeit da ist und sich ständig verändert; ein Aussichtsturm, weil man hochdarf; ein Picknickplatz, weil es dort etwas gibt. Was schlecht funktioniert: vier Stunden durch den Wald mit der Aussicht erst ganz am Ende. Die Runde am Immerather Maar ist die Strecke, die wir Familien mit kleinen Kindern zuerst nennen, weil sie kurz ist und direkt am Haus beginnt.

Mit Hund

Hunde sind bei uns im Haus willkommen — gegen eine Gebühr von 15 € pro Tag; nur den Hauptbereich des Restaurants bitten wir auszunehmen.

Für unterwegs gilt: Die Dauner Maare liegen in einem ausgewiesenen Naturschutzgebiet (Quelle: Rechtsverordnung über das Naturschutzgebiet „Dauner Maare", Landkreis Daun, naturschutz.rlp.de). In deutschen Naturschutzgebieten gehört ein Hund grundsätzlich an die Leine, unabhängig davon, ob ein Schild extra darauf hinweist — das ist nicht nur eine Formalie, sondern schützt Brut- und Weidetiere. Wo Vieh steht, gilt dasselbe ohnehin ohne Diskussion.

Die Jahreszeiten

Im Frühjahr ist das Gras kurz und die Sicht weit; man sieht die Form der Trichter am besten, bevor das Laub kommt — in dieser Zeit fällt in Immerath außerdem die Ginsterblüte, das „Eifelgold", ins Auge, dazu passt unser Angebot „Eifelgold und Weißdornhecken". Im Sommer ist es an den Maaren mit Badebetrieb voll, an den anderen nicht. Der Herbst ist die Zeit, in der die meisten Gäste wiederkommen — Buchenwald, Nebel über dem Wasser am Morgen, und nachmittags eine Klarheit, die es sonst nicht gibt; dazu passt unser herbstliches Angebot „Bunt sind schon die Wälder". Im Winter sind die Wege ruhig und oft matschig; feste Schuhe sind dann keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.

Für wen sich das lohnt — und für wen nicht

Wer flache, breit ausgebaute Rundwege ohne Höhenmeter sucht, findet die auch hier — vor allem direkt am Immerather Maar. Wer dagegen eine anspruchsvolle Gebirgstour mit Kletterpassagen erwartet, ist in der Vulkaneifel falsch: Die Höhenunterschiede sind moderat, die Wege überwiegend gut ausgeschildert, die Herausforderung liegt eher in der Länge einzelner Etappen als in der Steilheit. Genau das macht die Region auch für Familien und für Gäste geeignet, die nicht regelmäßig wandern, aber trotzdem mehr wollen als einen kurzen Spaziergang.

Karten und Ausrüstung

Wanderkarten für die Umgebung liegen bei uns aus und kosten nichts. Wir sagen Ihnen auch, welche Runde nach Regen noch Freude macht und welche besser trocken bleibt. Feste Schuhe reichen für fast alles hier; Bergausrüstung braucht niemand.

Wer eine ganze Woche vor allem zum Wandern nutzen möchte, findet in unserem Angebot „Genussvolle Eifler Wandertage" einen fertigen Rahmen — mit Halbpension, Frühstück und Proviant für den Wandertag. Alle Pakete stehen zusammen auf der Pakete-Übersicht.

Nach dem Wandertag gibt es bei uns Abendessen aus der Eifeler Landküche. Unverbindlich anfragen oder +49 6573 306.