Motorrad
Motorradtouren in der Eifel
Warum hier gefahren wird
Die Eifel ist kein Ziel, sondern eine Strecke. Wer hierherkommt, kommt wegen der Straßen: wenig Verkehr, lange Kurvenfolgen, Kuppen, aus denen sich das Tal öffnet, und selten der gerade Abschnitt, auf dem man einschläft. Dazu ein Straßennetz, das man in vier Tagen nicht ausgefahren hat — und mit dem Nürburgring, den Mosel-Serpentinen und der Hocheifel drei völlig unterschiedliche Landschaften in Tagesreichweite.
Ein ruhiger Ausgangspunkt
Das Landhaus Schend liegt in Immerath, mitten in diesem Straßennetz. Wir haben kostenlose Stellplätze für Motorräder im Hof. Eine abschließbare Garage haben wir nicht — das sagen wir lieber vorher, als dass es bei der Ankunft Enttäuschung gibt.
Das Haus ist ein Hotel mit Restaurant, kein Motorradtreff. Das heißt: Sie können hier morgens losfahren und abends in Ruhe essen — aber die abendliche Runde auf dem Hof mit laufenden Motoren passt nicht zu einem Haus, in dem auch Gäste schlafen, die wegen der Stille gekommen sind. Die meisten Fahrer wissen das selbst; wir schreiben es trotzdem hin, damit beide Seiten wissen, woran sie sind. Zu Wasserschlauch, Kettenpflege oder dem Trocknen nasser Kleidung sagen wir Ihnen am ehrlichsten direkt bei der Anfrage zu, was am Haus tatsächlich möglich ist — pauschal zusagen wollen wir hier nichts, was wir nicht halten können.
Vier Tagestouren ab Immerath
Die folgenden vier Runden sind als reine Fahrstrecke berechnet (Start und Ziel Immerath, kürzeste Straßenverbindung, ohne touristische Umwege) — wer die Kurven wirklich auskostet, braucht spürbar länger als die reine Fahrzeit unten. Wer eine Strecke selbst gefahren ist und uns eine bessere Variante nennen kann, darf uns das gern bei der Anfrage mitteilen — wir ergänzen die Seite dann gern.
- Die Maar-Runde — über Gillenfeld und Daun nach Manderscheid und zurück. Rund 55 Kilometer, reine Fahrzeit etwa 55 Minuten. Die kurze Tour für den Anreisetag oder für den Nachmittag nach einem verregneten Vormittag.
- Hinunter an die Mosel — über Wittlich nach Bernkastel-Kues und zurück. Rund 75 Kilometer, reine Fahrzeit etwa 80 Minuten. Enge Serpentinen an den Hängen; im Sommer am Fluss mehr Verkehr, oben kaum.
- Richtung Nürburgring und Hohe Acht — nordwärts durch die Hocheifel, über die Hohe Acht, den mit 746 Metern höchsten Punkt der Eifel, und zurück. Rund 95 Kilometer, reine Fahrzeit etwa 2 Stunden.
- Richtung Gerolstein und Kyllburg — westwärts zu den Gerolsteiner Dolomiten und weiter nach Kyllburg, auf dem Rückweg über kleinere Straßen. Rund 125 Kilometer, reine Fahrzeit etwa 1 Stunde 45 Minuten.
Nürburgring
Der Nürburgring ist in rund 30 Fahrminuten erreichbar. Ob Touristenfahrten stattfinden und was sie kosten, wechselt von Tag zu Tag — das steht auf der Seite des Rings selbst, und wir verweisen bewusst dorthin, statt hier eine Zahl hinzuschreiben, die nächste Woche nicht mehr stimmt.
Was hier gilt
Wild. In der Dämmerung stehen Rehe auf der Straße, besonders an Waldrändern, und zwar zuverlässig. Wer zwischen Sonnenuntergang und Dunkelheit unterwegs ist, fährt hier langsamer, als die Strecke hergeben würde.
Nässe. Nach Regen bleibt es unter den Bäumen lange feucht, und in der Vulkaneifel liegt oft Laub oder Erde von Feldwegen auf der Fahrbahn.
Lärm. In einzelnen Eifelorten gibt es Beschwerden über Motorradlärm, und an manchen Strecken hat das zu Beschränkungen geführt. Ob das aktuell gerade in unserer unmittelbaren Umgebung der Fall ist, können wir hier nicht verlässlich für jede Saison neu pflegen — achten Sie deshalb unterwegs auf die Beschilderung, sie gilt in jedem Fall vor jeder Angabe auf dieser Seite.
Für wen sich das lohnt — und für wen nicht
Wer enge Kurvenfolgen, wenig Verkehr und Straßen ohne Tempolimit-Dschungel sucht, findet das hier zuverlässig. Wer dagegen Autobahn-Anschluss direkt vor der Tür oder eine Szene mit Bikertreffen und Livemusik erwartet, ist bei uns falsch — das Haus ist ein Familienbetrieb mit Restaurant, kein Eventort. Auch technisch anspruchsvolle Passstraßen mit großen Höhenunterschieden, wie sie die Alpen bieten, gibt es in der Eifel nicht; die Herausforderung liegt hier in der Kurvendichte, nicht im Gefälle.
Zur Ausrüstung: Regenkleidung gehört auch bei gutem Wetterbericht ins Gepäck, weil sich das Wetter in Mittelgebirgen schnell ändert. Für die Abendtemperaturen — auch im Sommer oft merklich kühler als am Tag — lohnt sich eine zusätzliche Schicht unter der Kombi. Wer in Gruppen unterwegs ist, sollte bei der Anfrage die Gruppengröße nennen, damit wir genügend Stellplätze im Hof einplanen können.
Die beste Zeit
Wie im übrigen Mittelgebirge ist die Fahrsaison hier grob von April bis Oktober am verlässlichsten trocken und warm genug; die genauen Erfahrungswerte unserer eigenen Gäste haben wir bisher nicht systematisch ausgewertet, deshalb bleibt es an dieser Stelle bei dieser allgemeinen Einordnung statt einer erfundenen Monatsangabe.
Anreise und erster Tag
Wer von weiter weg anreist, sollte den ersten Tag nicht zu voll planen: Die letzten Kilometer nach Immerath führen über schmale Landstraßen, die nach einer langen Autobahnetappe eine andere Aufmerksamkeit verlangen als die Anfahrt selbst. Viele Gäste nutzen den Ankunftstag für die kurze Maar-Runde, statt gleich am ersten Nachmittag die weiteste Tour zu fahren — so bleibt Zeit, sich an die engeren Kurvenradien und die wechselnde Fahrbahnbreite zu gewöhnen, bevor es auf die anspruchsvolleren Strecken Richtung Nürburgring oder Gerolstein geht.
Ankommen, essen, schlafen
Nach dem Fahrtag gibt es bei uns Abendessen aus der Eifeler Landküche und ein Zimmer, in dem es still ist. Ein eigenes Motorrad-Pauschalangebot haben wir nicht — wer sich nicht auf feste Tage festlegen will, ist mit unserem Angebot „Zimmer ohne Paket" gut bedient: freie Zeitraumwahl, großes Frühstücksbuffet inklusive, Halbpension auf Wunsch. Alle Angebote stehen zusammen auf der Pakete-Übersicht.