Radfahren
Der Maare-Mosel-Radweg
Ein Radweg, der einmal eine Bahnstrecke war
Der Maare-Mosel-Radweg folgt über weite Strecken der Trasse einer stillgelegten Eisenbahnlinie. Das hat eine Folge, die man beim Fahren sofort spürt: Eisenbahnen vertragen keine steilen Rampen. Wo eine Straße in der Eifel hoch und wieder hinunter geht, hält die alte Trasse die Höhe — durch einen Tunnel hindurch oder über ein Viadukt hinweg. Deshalb ist dieser Weg auch für Leute machbar, die sich eine Mittelgebirgstour sonst nicht zutrauen würden.
Der Weg ist 58,5 Kilometer lang und führt von Daun bis Bernkastel-Kues (Quelle: Geopark Vulkaneifel und GesundLand Vulkaneifel, Stand 13.09.2026). Unterwegs liegen mehrere Tunnel — darunter der rund 560 Meter lange, beleuchtete „Großes Schlitzohr", benannt nach einer Fledermausart, die sich darin angesiedelt hat — sowie einzelne Viadukte, etwa in Daun und bei Pleiner. Zu saisonalen Sperrungen der Tunnel liegt uns nichts vor; nach allem, was wir finden konnten, sind sie ganzjährig beleuchtet und begehbar.
Verlauf
Der Weg beginnt am Bahnhof in Daun und führt über Mehren, Schalkenmehren und Gillenfeld, weiter über Wittlich bis an die Mosel nach Bernkastel-Kues (Quelle: Wikipedia-Artikel zum Maare-Mosel-Radweg, mit den amtlichen Stationsnamen der ehemaligen Bahnstrecke). Die Richtung ist für die meisten klar: von der Eifel abwärts an den Fluss. Umgekehrt geht es auch, ist aber die deutlich sportlichere Variante.
Wichtig, weil es oft falsch verstanden wird: Der Radweg beginnt in Daun, nicht in Immerath. Wer bei uns wohnt, fährt die Strecke bis zum Einstieg zunächst mit dem Auto oder auf Nebenwegen mit dem Rad. Die Entfernung von Immerath zum Startpunkt in Daun beträgt rund 18 Kilometer beziehungsweise etwa 15 Fahrminuten (eigene Routenberechnung ab Hauptstraße 9, Stand 13.09.2026).
Etappen
Viele fahren die Strecke an einem Tag ab und lassen sich zurückbringen — sportlich, aber kein Kunststück, weil es überwiegend abwärts geht. Wer aufteilen möchte, bietet sich Wittlich als Zwischenstation an: Der Ort liegt etwa auf zwei Dritteln der Strecke, hat einen eigenen Bahnhof und ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten für alle, die den Rest am folgenden Tag fahren wollen. Eine feste Kilometeraufteilung für einzelne Tagesetappen können wir hier nicht seriös nennen, ohne sie erfunden zu haben — wer genauer planen möchte, findet Etappenvorschläge auf den offiziellen Seiten des Geoparks und von GesundLand Vulkaneifel.
Zurückkommen: mit dem RadBus
Die klassische Frage lautet: Wie komme ich zurück nach Daun? Eine Antwort ist der RadBus Maare-Mosel-Express (Linie 555), der zwischen Daun, Wittlich und Bernkastel-Kues verkehrt — nach den Angaben des Betreiberportals radbusse.de im Zwei-Stunden-Takt zwischen 8 und 18 Uhr, mit Platz für 17 Fahrräder, E-Bikes eingeschlossen (Stand 13.09.2026). Aktuelle Fahrpläne, Preise für die Fahrradmitnahme und eine mögliche Reservierung finden Sie direkt bei radbusse.de — diese Angaben ändern sich erfahrungsgemäß von Saison zu Saison, deshalb nennen wir hier bewusst keine feste Zahl.
Für wen sich das lohnt — und für wen nicht
Weil die Strecke einer alten Bahntrasse folgt, steigt sie kaum an — das macht sie zu einer der wenigen Radtouren in einem Mittelgebirge, die auch für ungeübte Fahrer, Familien mit Kindern und Gäste mit einfachen Rädern ohne Motor gut machbar sind. Wer stattdessen sportliche Anstiege und technisch anspruchsvolle Trails sucht, ist hier fehl am Platz — dafür bietet die übrige Vulkaneifel mit ihren Hügeln und Feldwegen genug andere Strecken. Wer die Tunnel meiden möchte, etwa aus Platzangst, sollte das vorher bedenken: Auf der Trasse führt kein durchgehender Weg außen herum.
Was Sie mitnehmen sollten: eine Jacke für die kühlen Minuten in den Tunneln, auch an warmen Tagen; Licht am Rad, selbst wenn Sie nur tagsüber fahren, weil es in den längeren Tunneln spürbar dunkler ist als draußen; und, wenn Sie die Rückfahrt mit dem RadBus planen, Kleingeld oder eine geladene Karte für die Fahrradmitnahme. Wer die Strecke als Rundtour angehen will, statt sich zurückfahren zu lassen, sollte einplanen, dass die Rückfahrt bergauf über die Trasse selbst deutlich mehr Kraft kostet als die Hinfahrt talwärts.
Mit dem E-Bike
Die Strecke ist auch ohne Motor gut fahrbar, weil sie kaum steigt. Mit E-Bike wird die Rückfahrt bergauf zur echten Option, statt zur Ausnahme. Ob und wo Sie Ihr E-Bike bei uns laden können, klären wir am einfachsten direkt bei Ihrer Anfrage — je nach Zimmer und Ankunftszeit sagen wir Ihnen dann verbindlich, was möglich ist.
Unterwegs einkehren
Die Strecke führt durch mehrere Orte mit Bahnhofscharakter — ehemalige Haltepunkte, an denen heute Cafés, Bäckereien oder kleine Gasthöfe liegen. Eine feste Liste mit Öffnungszeiten wollen wir hier nicht führen, weil solche Angaben schnell veralten und gerade an einem Wochentag im Nebensaison-Monat nicht mehr stimmen. Wer sicher unterwegs versorgt sein möchte, nimmt am besten trotzdem etwas zu essen und zu trinken mit — die Streckenabschnitte zwischen den größeren Orten sind teils mehrere Kilometer lang, ohne dass unterwegs eine Einkehrmöglichkeit sicher offen ist.
Wo Sie schlafen
Das Landhaus Schend liegt in Immerath, zwischen dem Radweg und den Maaren. Wer eine ruhige Basis sucht, statt jeden Abend das Quartier zu wechseln, fährt die Tagesabschnitte von hier aus an und kommt abends zurück. Es gibt ein Frühstücksbuffet, ein Abendessen aus der Eifeler Landküche und einen Hof zum Abstellen der Räder.
Genau für diese Kombination gibt es unser Angebot „Eifler Rad-Erlebnisse" — drei Nächte mit Halbpension, Frühstück und Proviant für den Radlertag, dazu bei Bedarf eine Rücken- oder Fußmassage. Alle Übernachtungspakete stehen zusammen auf der Pakete-Übersicht.
Schreiben Sie uns, was Sie vorhaben — wir sagen Ihnen ehrlich, ob das von hier aus gut geht. Unverbindlich anfragen oder +49 6573 306.